Die Oberhaut

Die Oberhaut ist dünn und durchscheinend und besteht aus verhornten Deckzellen, die vielschichtig übereinanderliegen. Sie werden in der Keimschicht ständig neu gebildet und schälen sich an der Oberfläche, wo sie bereits abgestorben sind, in Form kleiner Hautschüppchen laufend ab. An Stellen starker Belastung, zum Beispiel in der Hand und an der Fußsohle, ist die Hornhaut dicker als am übrigen Körper. Bei dauernder Druckbelastung kann sie sich auch an anderen Stellen Schwielen verdicken.
Die Oberhaut hat weder Blutgefäße noch Nerven. Bei Schädigung der Oberhaut durch Druck, Reibung, Hitze, Kälte und andere, zum Beispiel chemische Einflüsse, kann sie sich stellenweise von der Unterlage ablösen. In den Spalt strömt dann Gewebsflüssigkeit ein und bildet eine prall gefüllte Blase, wie man sie als Brandblase oder Marschblase kennt, deren Blasendecke schmerzlos ist.
Geht die Oberhaut bei der Schädigung ganz verloren, dann entstehen oberflächliche Wunden, die nicht bluten, sondern aus den eröffneten Gewebsspalten nässen. Dazu gehören Abschürfungen, das sogenannte Wundreiben und Verbrennungen.
Die Heilung der Oberhaut erfolgt narbenlos, wenn die darunterliegende Keimschicht nicht mit zerstört wurde.

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